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Nicht dein Ernst: Die 365 Tage Challenge

 


Tag 122: 25.2.20

Narhallamarsch!

 

Tag 121: 24.2.20

Passierte Tomaten:
Gehäutet, zerquetscht, Salz in die klaffenden Wunden gestreut.
Oh, ihr armen Tomaten! Was ist euch bloß passiert?


Tag 120: 23.2.20

Nicht dein Ernst: Der, der immer und mit großer Ausdauer über Herbert Grönemeyer lästert, covert ihn hier: Demo (Letzter Tag). Es ist halt Fassenacht…

 

Tag 119: 22.2.20

Im Wald, nach Sturm, da hielt ich Rast,
unterm angebrochnen Ast.
Schaute nach in jeder Ecke,
ob eine Zecke ich entdecke.
Ich weiß, dass ich das nie mehr tu,
denn nun halt ich ewge Ruh.
Und die Moral von der Geschicht:
Vergiss den Blick nach oben nicht.

 

Tag 118: 21.2.20

„Achtung! Spielende Kinder“
Warnt dieses Schild Verkehrsteilnehmer vor spielenden Kindern?
Oder kündigt es Kindern das Spielende an?

 

Tag 117: 20.2.20

Hanau: An solch einem Tag bleibt einem jegliche Blödelei im Halse stecken…

 

Tag 116: 19.2.20

Ich liege wach und wälze mich schlaflos,
helfen kann mir das Zählen der Schaf bloß.
Doch heute Nacht, was für ein Dilemma,
wache ich weiter, es schlafen nur Lämmer.

 

Tag 115: 18.2.20

Nicht jeder trifft beim Federball,
den Ball im Flug in jedem Fall.

 

Tag 114: 17.2.20

Mag er Quark?
Klar! Magerquark.

 

Tag 113: 16.2.20

Darf man die Mitarbeiter der großen Rüsselsheimer Autoschmiede dazu ermuntern mit ihrer Arbeit Ford zu fahren?

 

Tag 112: 15.2.20

Marmetüre, Konfilade,
gibt‘s noch nicht, wie jammerschade.

 

Tag 111: 14.2.20

Bedauern darf nicht ewig dauern,
sonst wirst du dauerhaft versauern.

 

Tag 110: 13.2.20

Auch wenn es schlecht getimt erscheinen mag,
folgt nun das Sonntagswort am Donnerstag:
Man feiert am besten Enttäuschung,
voll Dank als Ende der Täuschung.


Tag 109: 12.2.20

Jürgen Klinsmann, Strahlemann,
der durchaus auch treten kann.
Als Spieler trat er die Werbebande,
frustriert von mangelndem Abschlussglück,
als Trainer gegen die Führungsbande,
tritt er ganz urplötzlich zurück.

 

Tag 108: 11.2.20


Definition „Lektor“:
Imperativ, Anweisung des Trainers an seine Spieler, den Pfosten mit der Zunge zu berühren
Definition „Lektüre“:
Scheint ebenfalls ein Imperativ zu sein, die Semantik wird noch erforscht

 

Tag 107: 10.2.20

Die stürmische Sabine
wirft Bäume auf die Schiene.
Doch so sehr sie wüten will,
Lothar und sein Freund Kyrill
waren für die Münchner Rück
monetär viel mehr Unglück.

 

Tag 106: 9.2.20

Warum sind die Adern nicht rot, sondern blau?
Warum keine Männer? Ich liebe die Frau!
Was denkt das Kaninchen ansichtig der Schlange?
Warum dauert warten auf Weihnacht so lange?
Warum fühlt man lebend sich manchmal wie tot?
Warum schmeckt mir Müsli nicht zum Abendbrot?
Ich find keine Antwort, an gar keinem Ort,
jetzt such ich halt Fragen zu meiner Antwort.

 

Tag 105: 8.2.20

Der frühe Vogel wurmt den Fänger:
Wie lautet das Sprichwort?
Ich hab einen Hänger.

 

Tag 104: 7.2.20

Postmarathonal liege ich in der Badewanne 
und sinniere, wie ich den Krampf aus der Wade banne.


Tag 103: 6.2.20

(A-(FD)-P)
In Thüringen mehr Gemeinsamkeiten als zwei Buchstaben?

Tag 102: 5.2.20

Leipziger Leibzicker
Flügellahme Dosenkicker
Nur die SGE 😊


Tag 101: 4.2.20

Das ist mal wieder in’tressant,
als hätt’s Down Under nie gebrannt,
seit dem Corona-Virus-Ausbruch,
zieht medial kein Branntgeruch.

 

Tag 100: 3.2.20

Der Aufsteiger aus Paderborn
liegt tabellarisch hinten vorn.

 

Tag 99: 2.2.20

Welch Datum!
Litt ich an der Zwei-Phobie,
verließe ich mein Bett heut nie.
Kein Wehklag hilft, kein Mimimi,
mich plagt nicht solcherart Phobie.
Es bleibt nur noch der Dauerregen,
der mich lässt das Bett belegen.
Hier bleib ich warm und trocken,
geh (mental!) nochmal joggen.

 

Tag 98: 1.2.20

Unter Jahresanfangsmühen
jogge ich bis zu den Kühen.
Kühe, wo sind eure Glocken?
Da fehlt Hirn unter den Locken.
Sie glotzen voller Nichtverstehen,
ach, könntet ihr die Alpen sehen…

 

Tag 97: 31.1.20

Grad riefen wir noch „Prost Neujahr“,
nun neigt sich schon der Januar
mit 13 Grad Temperatur.
Man staunt und fragt: „Was ist das nur?“

 

Tag 96: 30.1.20

Der Euro habe etwas angezogen,
mir scheint, der Börsenmann hat da gelogen.
Was soll ein Euro schon anziehen,
hat er sich eine Jeans geliehen?

 

Tag 95: 29.1.20

Es sagt der Zapf- zum Wasserhahn,
schau mich doch nicht so neidisch an,
ich hab halt nur genossen,
wovon ich wurd durchflossen.

 

Tag 94: 28.1.20

Beziehung auf Distanz ist schwer,
man leidet unterm Fernverkehr.

 

Tag 93: 27.1.20

Winne one und Winne two,
beteten zu Manitu:
Bitte schick uns wirklich nie,
ins volle Wigwam Winne three.

 

Tag 92: 26.1.20

„Am Dienstag, wie ihr alle wisst,
kommt wieder unser Polizist,
zum Fahrradführerschein abnehmen,
ich hoffe, ich muss mich nicht schämen!“
Die Klasse vier wird informiert,
und alle schauen irritiert:
Wir haben ihn noch nicht bekommen,
und schon wird er uns abgenommen?
Solch Perspektive nicht verzückt,
die Welt, aus Kindersicht: verrückt.

 

Tag 91: 25.1.20

Ist Gott Er oder auch Sie?
Fährt Gott Fahrrad oder Ski?
Solch fundamentale Fragen,
mich beim Autofahren plagen.
Mein Navi spricht, jetzt links abbiegen,
wie konnt ich so daneben liegen,
in die „Gott-liebt-Daimler-Straße“,
ich jubel über alle Maße.
Er bewegt sich nicht per pedes,
Gott fährt lieber im Mercedes.

 

Tag 90: 24.1.20

Der Winter wird bald wieder gehen,
doch weit und breit kein Schnee zu sehen.
Jetzt haben wir genug gelitten,
ich schraube Rollen an den Schlitten.


Tag 89: 23.1.20

Jeder Fußballprofi soll Handball angucken,
dann würde man nicht gegen Schiris aufmucken.


Tag 88: 22.1.20

Ob ich das noch einmal büße?
Ich nehm das Handtuch für die Füße.


Tag 87: 21.1.20

Liegen sehr reife Bananen zwei Wochen,
kommen sie als Leoparden gekrochen.


Tag 86: 20.1.20

Kürbiseintopf = Kürbi sein Topf
Aber wer ist Kürbi?


Tag 85: 19.1.20

Halb drei am Morgen, ich träume Quark,
mich quälen die wichtigen Fragen.
Muss zum Beispiel der Forster Mark,
beim Schlafen auch Kappen tragen?


Tag 84: 18.1.20

Per Pavane durch die Nacht,
gründlich auf den Bauch gekracht.
Nicht ein „Hmpf“ klingt nun mehr heiter,
endlich geht der Nachtflug weiter.


Tag 83: 17.1.20

Eine knorrig alte Eiche,
erzählt von einer blinden Schleiche,
sie sei zum Augenarzt gekrochen:
Ich hab gefakte News gerochen.


Tag 82: 16.1.20

Mein Sommerurlaub wird konkreta:
Ich mach ein Segeltörn nach Korfu.

Tag 81: 15.1.20

Die Art, wie ich Tomaten mag:
In Tuben als Tomatenmark.


Tag 80: 14.1.20

Das würde alle Schäfer sehr verdrießen,
Schafschützen dürfen keine Böcke schießen.

Tag 79: 13.1.20

Von Deutschland bis nach Kuwait,
ist auch für eine Kuh weit.


Tag 78: 12.1.20

Feuchter Dschungel, Regenwald,
Dröhnen, Kreischen untermalt:
Dechse schlüpft aus einem Ei.
Mama Dechse staunt laut: „Ei!“
Wie konnte ich vergessen:
Ei-Dechsen sind aus Hessen.

Tag 77: 11.1.20

Es regnete im Regenwald,
was dort nicht als was Neues galt.
Wenn‘s aber schneite, richtig wild,
dann stände es gleich in der Bild.

Tag 76: 10.1.20

Ich fröstelte im Tiefschnee,
jetzt köchel ich den Schnieftee.


Tag 75: 9.1.20

In Savannen und in Steppen,
sieht man selten Bären steppen.
In den Steppen und Savannen
wachsen höchstens Plastiktannen,
die, im Jahr darauf noch frisch,
stehen vor dem Gabentisch.
In Saveppen und Stavannen,
oben wir den Vers begannen.
In Stavannnen und Saveppen,
darf er endlich jetzt abebben.

Tag 74: 8.1.20

Ich fahre auf der Rolltreppe,
der vor mir hört laut Trollreppe.

Tag 73: 7.1.20

Die Erkältung kann kurieren,
wer sich beugt zum Inhalieren
und hält seinen triefend Rüssel
über eine dampfend Schüssel.
Da es nun in unsrem Falle
nicht geht um des Halles Schalle,
sondern um Dampfabsorption,
die stattfindet ohne Ton,
steht im Duden, gleich notieren,
nie die Falschform „inhallieren“.

Tag 72: 6.1.20

In der Wanne lieg im Schaume,
ich, umspült von einem Traume.
Träum, ich wäre ein Delfin,
läg so’n Tier in Wannen drin?
Augen auf, schon wird’s egal,
der Anblick gleicht mehr einem Wal.

Tag 71: 5.1.20

Im Fernsehn reitet Winnetou,
mit mir schaut eine Fliege zu.
Doch während ich entspannt rumliege,
check ich: Das ist ne Eintagsfliege.
Erst nächste Woche läuft Teil zwei,
ja, denkt sich niemand was dabei?
Auf YouTube läuft Teil zwei schon heut:
Wie das die kleine Fliege freut!

Tag 70: 4.1.20

„Geigerzähler“:
Jetzt mutiert’s zur Bildungsseite,
zählt beim Skisprung nicht Karls Weite.

Tag 69: 3.1.20

Willst du mal wieder tanzen gehen,
im Schuhregal nur Latschen stehen,
dann fühl im Herzen San Francisco,
und tanze in der Barfußdisco.

Tag 68: 2.1.20

Ein Monat ohne Alkohol:
Wer macht mit? Auf unser Wohl!


Tag 67: 1.1.20

Zwilling vom Kater Sylvester:
Der Kater nach Silvester.

Tag 66: 31.12.19

Heute Abend wird es krachen,
einen Reim muss selbst sich machen,
jeder auf’s vergangne Jahr,
und was da gewesen war.
Blei vergießen, Keks voll Glück,
Blick nach vorne und zurück.
Was vom Glück uns sehr oft trennt,
ist das Leben im Moment.
Was ich nächsten Jahr ich änder?
Nie mehr Sprüche für’n Kalender.

Tag 65: 30.12.19

Den letzten Montag vom Jahrzehnt,
nutz ihn, oder er bleibt unerwähnt.
Das fände selbst ein Montag schade,
just am Ende der Dekade.

Tag 64: 29.12.19

Tradition, stets nach Weihnachten,
kann man im TV betrachten:
Wenn der Trainer senkt die Fahne,
rauscht man durch die Anlaufbahne,
Publikum schwingt die Kuhglocke,
der Athlet geht in die Hocke,
explodiert am Schanzentisch,
formt die Ski zum „V“ hektisch:
Dürre Männlein gehn aufs Ganze,
fliegen von der Skisprungschanze.
Landen, wie’s die Jury mag,
einen saubren Telemark.
Vier Locations, vier mal fliegen,
einer kann nur gesamtsiegen.
Spätestens in Bischofshofen,
zeigt sich, ob es dumm geloofen.

Tag 63: 28.12.19

Nicht dein Ernst; jetzt singt er auch noch…

Tag 62: 27.12.19

Eintracht Frankfurt, blindes Huhn,
muss nach vielen Spielen ruhn,
denn nicht mal in Paderborn,
findet unser Huhn ein Korn.
Brauchen wir jetzt Alex Meier,
dass das Huhn legt wieder Eier,
statt des Stürmers namens Dost,
der verletzt setzt an schon Rost?
Fredi Bobic bezieht Rüffel,
dass er ziehen ließ die Büffel,
für die Säcke voll Euronen:
Wird das Liga 2 belohnen?

Tag 61: 26.12.19

Der Mensch stammt ab vom Affen,
und somit auch der Mann,
so manchem stark behaarten
sieht man die Herkunft an.
Ganz anders als die Ahnen,
das lässt sich nicht negieren,
isst man zwar auch Bananen,
doch könnt man sich rasieren.

Tag 60: 25.12.19

Der eilige Frevler weiß es nicht besser,
er schneidet das Festmahl per Kurzzeitmesser.

Tag 59: 24.12.19

Stille Nacht, oh heilge Nacht,
ich bin vorm TV erwacht.
Allein ist Kevin, Jahr für Jahr,
früher war mehr Lametta.
Plötzlich muss der kleine Lord,
mit dem Topfschnitt noch mal fort.
Haselnuss vergaß der Blödel
für das arme Aschenbrödel.
Stille Nacht, oh heilge Nacht,
die Glotze wird jetzt ausgemacht.

Tag 58: 23.12.19

Stollen, Plätzchen und Raclette,
am Jahresende wird man fett.
Silvestervorsatz mit Versprechen,
am 2.1. wird man’s brechen.

Tag 57: 22.12.19

Für mein kleines Schätzchen,
back ich gerne Plätzchen.
Für meinen großen Schatz,
back ich einen Platz.

Tag 56: 21.12.19

Schatzmeister im Dienst der Piratenpartei:
Augenklappe, Holzbein, den Säbel dabei?
Ich bin nicht naiv und muss nicht lang raten,
der Schatz besteht nicht mehr aus Gold und Dukaten.

Tag 55: 20.12.19

Für manch einen mit grauem Haar,
ist Weinnacht schlimmste Zeit im Jahr.
Man fragt: Wann wird’s bloß wieder so,
wie es noch nie gewesen war?

Tag 54: 19.12.19

Ein jeder trägt in sich Dämonen,
auch ich, in Form von weißen Bohnen,
die seit heut Mittag in mir wohnen.
Wie sie schwärmen
in den Gedärmen,
scherzhaft blähen,
bevor sie gehen.
Die Dämonensuppe der Serben,
eine gute Übung für’s Sterben.
Der kleine Tod ist schnell vergessen,
ihr ahnt, was ich werd morgen essen…

Tag 53: 18.12.19

Vor mir liegt Schoki, und ich weiß genau,
das ist was Herbes, mit ganz viel Kakao.
Vollmilch verliert gegen dieses Zartbitter,
freudig erwartend ich mit dem Bart zitter.


Tag 52: 17.12.19

Am Stadtrand liegt das Café Krema
Torium, kassiert dort auch die GEMA?

Tag 51: 16.12.19

Den Hammer schwingt brüllend der Riese
von Sinnen vor der Hebebühne.
Solch Situationen wie diese
machen mir Angst, ich bebe, Hüne!

Tag 50: 15.12.19

Das gilt’s am Rande zu erwähnen,
ich kann beim Reden zeitgleich gähnen.
Wie so was geht, fragst du dich nun?
Dank Gentechnik kann man dies tun.

Tag 49: 14.12.19

Heute gibt’s kein Ei mehr,
der Teller ist im Eimer.
(Idee von Alexa D. aus D. 🙂 )

Tag 48: 13.12.19

Da kannst du endlos Faxen machen,
manchmal gibt es nix zu lachen.

Tag 47: 12.12.19

Wer bist du und willst du raus
bei diesem Sauwetter?
Die gebellte Antwort heißt übersetzt:
„Wau, Setter!“

Tag 46: 11.12.19

Der Blick in den Kühlschrank eröffnet das Drama:
Zwei Päckchen Butter, und kein bisschen Rama.
Maragarine aus Raps, goldgelb und zart,
bestreicht unsre Brote sonst delikat.
Luther, der sich als Reformator verstand,
wird sogleich ins nächste Reformhaus entsandt.
Doch, typisch Protestant, kauft dieser Herr Luther,
nicht Rama, sondern nur noch eine Butter.

Tag 45: 10.12.19

Von Seitenbacher, ohne Tadel,
Schwabenländles Müsliadel,
Redundanz als Radiospot
macht mir die Verdauung flott.
Hör ich‘s, wird zum Klo gerennt,
gut, dass wir‘s gegesse hennt.


Tag 44: 9.12.19

Beim Suchen ich schwitz:
Wo ist der Imbus?
Bloß jetzt kein Flachwitz,
denn er liegt vor’m Bus.

Tag 43: 8.12.19

Hunde verschiedenster Rassen,
tollen verzückt auf dem nassen,
mit Häufchen verzierten Rasen,
suchen zwei „S“ mit den Nasen.
Welche verschwanden, ganz nebenbei,
gruß- und humorlos, nach Zeile zwei.

Tag 42: 7.12.19

Bei Weihnachtsgeschenken spart unser Ernst
alle Jahre wieder sehr ehrgeizig.
Denn wer ihn kennt weiß, Ernst ist eher geizig.

Tag 41: 6.12.19

Ernst ruft herbei die Totenglocke,
hernach hebt sich die Tortenglocke.

Tag 40: 5.12.19

Leider nur
latent Talent
für Rechtschreibung.
Ausradieren, rausaddieren,
Rotstift, Totstift,
Fehlerzahl, drum Marterpfahl.
Nachhilfe, nachsitzen,
fürs korrekte Schreiben schwitzen.
In den Pausen des Diktierens
tickt beim Diktat die Uhr.
Die Diktatur.


Tag 39: 4.12.19

Ich heiße Till Sitter,
schreib ich bei Twitter.
Und sitze hier
am Aroma-Tisch.
Meine Socken
duften aromatisch.

Tag 38: 3.12.19

Den Hauptunterschied zwischen Mann und Frau
beschreibt die Wissenschaft nun ganz genau:
Er macht Frühschoppen, sie geht früh shoppen.
Das zweite macht arm, das erste macht blau.


Tag 37: 2.12.19

Viele, die im Neubau wohnen,
begrenzen sich mit Gabionen.
Sind die Bauherrn zu bedauern,
die steinkorbumringt versauern?
Nein, sie sollten endlich checken:
Pflanzt nicht Steine, sondern Hecken!

Tag 36: 1.12.19

Die Mandel brennt, der Wein glüht sehr,
drauß vom Walde kam ich her.
Weihnachtsmarkt, qualvolle Enge,
jetzt steck ich fest hier in der Menge.
Beklemmend hoch die Gehdichte,
ich geh heim und schreib Gedichte.

Tag 35: 30.11.19

Mister President Number forty five:
Wer war das?, sinnier ich beim Tee.
Ich bin mir sicher, ein Donald wars,
aber hieß er Donald D. oder T.?
Es war der mit der Schnut:
Ente gut, alles gut.

Tag 34: 29.11.19

„Wie so oft bei Fußballerleisten,
den arg strapazierten und häufig vereisten,
leistet die ihre den Dienst nicht mehr“,
bemüht witzig belehrt mich mein Operateur.
Der Wortwitz ist mein, ich schnauze ihn an,
den Reime brechenden Weißkittelmann.
Schuster bleib bei deinen Leisten,
gilt halt für die allermeisten.

Tag 33: 28.11.19

Ein Hesse, der von Dauer soff,
rief laffend: „Isch brauch Sauerstoff!“
Aufgestellt wurds Sauerstoffzelt,
den Zecher nichts darunter hält.
Das Missverständnis ist nicht neu,
der Hesse wollte Ebbelwoi.

Tag 32: 27.11.19

Tim kennt sich aus mit Telefonen,
er spricht analog und digital.
Bei jeder Cebit ist er gewesen,
nur sein Wissen über Frauen ist schmal.
Anna sagte ihm, für Tim eine Qual,
sie stiege auf den Berg mit dem dünnen Pascal.
Ich dagegen weiß, dass analog,
sie ging mit einem Dicki ins Tal.

Tag 31: 26.11.19

Einem Dichter aus Frankfurt am Main,
fiel wochenlang kein Vers mehr ein.
Wie viel Taler er böte,
für Support durch Herrn Goethe?
Zu spät, denn nun treibt er zum Rhein.

Tag 30: 25.11.19

Der Bürgermeister von Dietzenbach
grübelte nächtelang glockenwach:
Suche ich heimlich das Weite
wegen der Rettungsschirmpleite,
oder stürz ich mich in den Bieberbach?

Tag 29: 24.11.19

Ein katholischer Pfarrer aus Freudenstadt,
der nicht-romkompatible Freuden hat,
krault Hubert den Bart
und tauscht, das ist hart,
Schuld und Angst gegen Geld für Adveniat.

Tag 28: 23.11.19

Die gierige Witwe aus Karlsruhe
fand auf dem Dachboden Karls Truhe.
Es roch nicht apart,
ihr Blick wurde hart,
die Truhe beherbergte Schuhe.

Tag 27: 22.11.19

Hallo meine Fans, ich bin der Postbote,
mein Auto ist das gelbe, nicht das rostrote.
Ich blühe auf, wenn ich den Sack mit Post knote,
natürlich war mein Urahne ein Ostgote.

Im Hafenbecken sehe ich nur Postboote,
bei Kälte bring ich Post auch für ne Frosttote.
Sonntags ess ich gern mit Bo ne Frosttorte,
doch heut ist Montag, muss jetzt los: Bin Postbote!

Tag 26: 21.11.19

Wegen des Grunzens bauten sie den Schutzwall,
trotzdem stört noch immer der Wutz Schall.

Tag 25: 20.11.19

Vor Untergebenen hohnlächeln,
beim Chef nach Lohn hecheln.

Tag 24: 19.11.19

Sie stricken schon wieder nur Sockenhalter,
da hinter’m Ofen hocken’s, Alter.

Tag 23: 18.11.19

Ein Lokführer hat sich verfahren,
drum läuft seit Jahren ein Verfahren,
gegen ihn am Amtsgericht,
sind die wirklich noch ganz dicht?
Nicht Kiel, nach Ulm ist er gefahren,
doch frag ich mich: Birgt es Gefahren,
kommt etwas südlicher man an,
als man laut Plan vermuten kann?

Tag 22: 17.11.19

Gestern war heute morgen.
Heute ist.
Morgen wird heute gestern sein.

Tag 21: 16.11.19

Gestern wackelten die Milchzähne.
Heute befüllt man die Bleibenden.
Morgen gilt es Lücken zu überbrücken.

Tag 20: 15.11.19

Gestern krabbelte er auf allen Vieren.
Heute schafft er, chafft er, afft er, fffffft er.
Morgen sabbelt er und geht am Stock.

Tag 19: 14.11.19
Die Liebe fürs Leben,
sie kommt aus Fernost,
fand ich letzten Sonntag,
bei einem Glas Most.
Sie musste verreisen,
ein Brief wollt sie schreiben,
seitdem sieht man mich im Garten rumtreiben,
dabei ruf ich flehend: Kompost!

Tag 18: 13.11.19

Grottenschlecht rappt Rotkäppchen,
oh mein Gott, ein Koträppchen.

Tag 17: 12.11.19

Brech ich mir das Wadenbein,
kurier ich es mit Badenwein.

Tag 16: 11.11.19

Die Laktase hackt Laktose,
in Galakt- und in Glukose.
Doch bei Mangel an Laktase,
blähn im Dickdarm fiese Gase.
Dann quält der Gedärme Tanz:
So was von Intoleranz!
Aber wir sind keine Kälbchen,
milchfrei wärn wir leicht wie Schwälbchen.
Sehr gesunde Hypothese,
doch zu lecker schmeckt uns Käse.

Tag 15: 10.11.19

Sitzt du um sechs beim Abendessen,
wird erst gewünscht, und dann gegessen:
Guten Abendtit!
Stückst du früh, so um halb sieben,
wünschst du allen deinen Lieben:
Guten Morgentit!
Wenn um eins die Nudeln dampfen,
sagst du besser vor dem Mampfen:
Guten Mittagtit!
Doch steht um drei vor dir ne Torte,
sparst du besser alle Worte:
Rein damit!

Tag 14: 9.11.19

Ernst H. hat den Novemberblues,
schaut sinnend aus dem Fenster.
Lang her der Sonne letzter Gruß,
jetzt sieht er nur Gespenster.

Tag 13: 8.11.19

Einst wurd ein Buch todsterbenskrank,
kein Leser nahm es aus dem Schrank.
Ernst H. war die Tristess egal,
nahm’s einfach mit für sein Regal.
Doch einerlei, was Ernst H. spricht,
gelesen hat auch er es nicht.

Tag 12: 7.11.19

Die schöne Stadt Mainz liegt am Rhein,
doch könnte das auch anders sein.
Denn wär das „z“ nicht hinten dran,
dann finge ich zu grübeln an.
Der Mainzer das ganz lässig sieht,
man liegt halt im Rhein-Main-Gebiet.

Tag 11: 6.11.19

Im wunderschönen Überlingen,
will einfach kein Kaffee gelingen.
So kommt’s, dass ich am Bodensee,
durch den Kaffee den Boden seh.

Tag 10: 5.11.19

Die Sonne scheint so vor sich hin,
und freut sich auf die Nacht,
denn jeder Rhythmus hat den Sinn,
dass man nachts Pause macht.
Milliardenjahre Sonnenpower,
ich dacht, sie wär inzwischen schlauer.

Tag 9: 4.11.19

Hollywoodmime Clark Gable
hatte zeitlebens ein Faible
für Chinaessen mit Stäbchen.
Wer kann denn sowas schon erahnen,
bedenkt man Clarks Familiennamen.

Tag 8: 3.11.19

Husten, Schnupfen, Heiserkeit,
machen sich nun wieder breit.
Als Mann ist man nicht zu beneiden,
das Virus lässt uns viel mehr leiden.
Eindeutig könnte SIE’s erkennen:
Warum es sonst ERkältung nennen?

Tag 7: 2.11.19

Den Internet Explorer verschmäht
King Kongs Kollege Godzilla.
Stets wählt er, wenn er online geht,
den Firefox von Mozilla.

Tag 6: 1.11.19

Auch im Hause von King Kong
macht die Klingel nur Ding Dong.

Tag 5: 31.10.19

Der Friederich meckert:
Viel zu lang Merkel uns schon regiert!
Ob das unsre Angi
kurz vor der Abdankung muttiviert?

 

Tag 4: 30.10.19

Ich liebe die Helden der Autobahn,
die lichthupend links stets 200 fahrn.
Den einen verließ kurz das Glück,
es siegte eiskalt die Physik.
Die Witwe schwört jetzt auf die Deutsche Bahn.

Tag 3: 29.10.19

Ein Spargel stand am Spargelstand,
stahl Spargelspitzen und verschwand.
So zeigte sich, während er anstand,
ein Spargel hat keinerlei Anstand.

Tag 2: 28.10.19

Hauptkommissar Schlüter brummte: „Na, so was“,
der Zeuge Ernst H. war Zeuge Jehovas.

 

Tag 1: 27.10.19

Ernst H. hat es mal wieder geschafft,
schmort wochenlang schon in der U-Haft.
Da fragt sich sein Anwalt doch ernsthaft:
„Wie lange noch dauert bloß Ernst Haft?“

 

 

 

 

2 Anmerkungen zu “Nicht dein Ernst: Die 365 Tage Challenge

  1. Stefan Rogge

    Wer hier beim Lesen kein Schmunzeln hervorbringen kann …
    Ich finde es sehr amüsant und herzhaft spontan aus dem wahren Leben gegriffen.
    Meine Favoriten sind der 22.11. und der Spargel !
    Weiter so , mit ganz viel Humor durchs Leben !!

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